21. August 2018 in objective view

Frauenpower – die IT benötigt mehr davon!

IT-Women melden sich zu Wort

Die IT hat zu wenig Frauen – ein Fakt, der nicht erst belegt werden muss. Doch angesichts des Fachkräftemangels soll und kann die Branche nicht länger auf das Potential von Frauen verzichten.

Seit Jahren versucht Deutschland Frauen für die IT-Branche zu begeistern. Sei es durch zahlreiche Förderungsmaßnahmen, Verbände oder Mentorinnenprogramme. Doch die großen Erfolge blieben aus. In den Hörsälen der Informatikstudiengänge tummeln sich viele junge Studierende, doch lediglich 18% von Ihnen sind weiblich. Auch bei den IT-Azubis liegt die Frauenquote mit 9% erschreckend tief. Und selbst die prozentuale Steigerung der weiblichen IT-Fachkräfte auf 15%, lässt keine Freudenschreie erwarten, sondern zeigt uns lediglich eine ernüchternde Situation auf.

Wir finden daran muss sich etwas ändern. Deshalb melden wir uns zu Wort. Selbstverständlich durch die weiblichen Stimmen der objective partner. Wir wollten wissen, wieso sie glauben, dass ein viel höherer Frauenanteil in dieser Branche, ein Gewinn für Alle wäre:

Informatik, also ein klar von Männern dominiertes Fachgebiet, zu studieren war zunächst keine leichte Entscheidung. Doch davon wollte ich mich niemals abschrecken lassen. Denn die IT-Branche bietet mir so viele Möglichkeiten mich zu entfalten, Neues auszuprobieren und zu lernen.
Natürlich interessieren die Themen und Aufgaben der IT nicht jede Frau, doch viel zu oft werden sie schlicht und einfach nicht ausreichend und attraktiv genug vermittelt. Glücklicherweise sind in letzter Zeit trotzdem mehr Frauen in der IT-Branche vertreten, aber das reicht nicht aus. Wir brauchen mehr, denn die Forschung zeigt, dass diverse Teams aus unterschiedlichen Geschlechtern, Kulturen, Hintergründen und Erfahrungen den Unterschied machen. Nutzt diese Chance für euch!“ – Brunela Manaj

Blasse Haut, dicke Brillengläser, introvertiert: Ein Informatiker, wie man ihn sich stereotypisch vorstellt. Die Realität kann auch anders aussehen, statt einem verklemmten Lächeln kam mir direkt ein offenes, herzliches und zugleich erfrischendes : „Hi! Schön, dass du da bist“ entgegen. In diesem Moment war mir klar, hier finden allgegenwärtige Klischees keinen Platz! Das gilt auch für viele Erwartungen an die IT-Branche. Denn die Anforderungen sind hier keineswegs geschlechterspezifisch! Die große Herausforderung für Frauen besteht darin, die derzeitige strukturelle Ungleichheit im Arbeitsleben offen anzunehmen und es als einen Teil der beruflichen Aufgabe zu sehen. Mein persönlicher Tipp an alle Frauen: Setzt euch durch und brecht diese Ungleichheit weiter auf. Seid selbstbewusst – habt einfach den Mut zu zeigen, was in Euch steckt!“ – Nina Hashagen

Informatik fand ich zu meiner Schulzeit sehr abschreckend, denn viel zu oft fehlte mir schlicht der Sinn hinter dem Ganzen. Doch zum Glück, kam ich durch Verwandte und Freunde dem Thema wieder näher – und zu meiner eigenen Überraschung sah ich endlich was in der IT alles möglich war. Eine Branche, die nie stillsteht, in der man sich stetig entwickeln und wachsen kann. Diese Chance dürfen sich Frauen nicht entgehen lassen, denn die IT lebt von unterschiedlichen Ansätze und Blickwinkeln, Logik, Tatendrang, Mut und Kreativität. Eigenschaften die Millionen von Frauen besitzen. Deshalb seid mutig, traut euch Neues auszuprobieren und neue Interessen zu entdecken. Für euch selber und für Innovation und Fortschritt in der IT. – Lea Ott

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